Endlich fertig!

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Ich hatte ja schon angedeutet, dass die lange Schreibpause im Blog der langen Schreibphase für mein Buch geschuldet war. Und nun ist es endlich soweit: Ich habe das Manuskript fertig und an den Verlag geschickt. Was für ein Moment – am liebsten hätte ich einen Screenshot dieser Email gemacht 🙂 

Nun ist das gute Stück also erstmal aus dem Haus, obwohl es natürlich noch lange nicht fertig ist. Da es sich um mein erstes Buch handelt, weiß ich auch nicht, was das Lektorat noch mit sich bringen wird. Hinter mir liegen zwei Jahre, in denen ich nicht nur viel recherchiert und geschrieben habe, sondern in denen ich auch ständig zwischen Euphorie und Entmutigung, Begeisterung und Frust hin und her geschwankt bin. Es gab Tage, an denen ich mich gefragt habe, ob die Welt wirklich ausgerechnet mein Buch noch gebrauchen kann. Ob nicht schon alles zum Thema gesagt und geschrieben wurde, nicht alle Menschen längst wissen, was ich hier zusammengetragen habe. Und dann gab es wieder Tage, an denen ich felsenfest davon überzeugt war, dass jeder, wirklich jeder im Land (und darüber hinaus) davon profitieren würde, genau diese Sätze zu lesen. Was sich davon als wahr herausstellen wird, werde ich wohl von den Lesern erfahren.

Bei meiner Testleserin (und besten Freundin) habe ich zumindest schon mal den gewünschten Effekt erzielt. Sie, die von selbst nie auf die Idee gekommen wäre, ein Buch zur Zukunft der Arbeitswelt zu lesen, hat mir (neben vielen anderen Anmerkungen) als Feedback gegeben: „Das ist wirklich spannend und ich will noch viel mehr darüber erfahren – kannst Du mir dazu noch weitere Bücher empfehlen?“ Einen ersten kleinen Erfolg kann ich also verbuchen. Dankbar bin ich ihr aber genauso dafür, dass sie mich daran erinnert hat, dass ich manchmal dazu neige, meine Begeisterung für ein Thema zu offensichtlich zu machen und damit beim Leser schnell den Eindruck zu erwecken, dass ich die Augen vor den negativen Seiten der New Work völlig verschließe. Einige der kritischen Anmerkungen im Buch verdanken wir also ihr.

Apropos, Dank. Bedanken möchte ich mich bei ganz vielen Menschen und im Geiste formuliere ich schon meine Danksagung: Da sind natürlich zuerst einmal die, die ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Ideen zur neuen Arbeitswelt mit mir geteilt haben. Sei es bewusst, in Interviews und bei Betriebsbesichtigungen oder auch unbewusst, auf Konferenzen, Podiumsdiskussionen, in Büchern, Blogs, Podcasts und ganz wesentlich – in den sozialen Netzwerken. Ohne XING, Facebook und Twitter hätte ich viele der neuesten Trends, Gedanken und Meinungen gar nicht erst finden können. Und hätte auch nicht aktiv danach fragen können. Einige meiner Posts haben wahre Sturmfluten ausgelöst, Diskussionen, die ich manchmal aus Versehen angestoßen habe, manchmal auch ganz bewusst provozierend. Vielen, vielen Dank auch dafür.

Ja, es waren zwei bewegte Jahre. Nicht nur, was das Buch angeht. Vor ziemlich genau zwei Jahren ist auch mein Sohn auf die Welt gekommen, der schon mit wenigen Wochen auf meinem Bauch geschlafen hat, wenn ich Literatur gewälzt und die ersten zaghaften Schreibversuche unternommen habe. Ich gebe zu, ein Kind zu bekommen und gleichzeitig mit dem Schreiben eines Buches zu beginnen, während man ganz nebenbei Vollzeit arbeitet und ein Haus baut, ist nichts, was ich ohne Zögern weiter empfehlen würde. Wenn ich zurückblicke frage ich mich allerdings selbst, wie ich das überhaupt alles auf die Reihe bekommen habe. Aber es war möglich, wie ich heute mit Freude und auch ein bisschen Stolz feststellen kann.

Und dabei kann ich eines aus voller Überzeugung sagen: Es hat unheimlichen Spaß gemacht! So viel, dass ich sogar schon Ideen für ein zweites, ja sogar drittes Buch habe. Ja, ich möchte weiter schreiben. Aber dabei auch einen Schritt nach dem anderen machen. Der erste wird sein, mein Buch noch vollständig fertig zu stellen und es dann, wenn es erscheint, so gut wie möglich zu vermarkten. Das wird vor allem im Herbst noch einiges an Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen. Wer dazu noch Ideen und Vorschläge hat, darf sie gerne bei mir loswerden. Dann kommt das große Zittern – wie ist die Resonanz? Kann ich damit leben, wenn sich kein Mensch für mein Buch interessiert, wenn ich wochen-, ja monatelang auf die erste Rezension bei Amazon warten muss, die dann vielleicht mit einem Stern abgegeben wird? Ich hoffe natürlich, dass ich diese Frage so nicht beantworten muss und bin mir gleichzeitig darüber im Klaren, dass genau das passieren kann. Aber darüber werde ich erst nachdenken, wenn es soweit ist.

Jetzt freue ich mich einfach erstmal darüber, dass der erste große Schritt gemacht ist. Und bin rundum glücklich darüber!

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