Mein nächstes Projekt: #esgeht

Recherchen fürs nächste Buchprojekt - und ein bisschen Urlaubslektüre

Nach dem Buch ist vor dem Buch – und nachdem ich mein Manuskript für NEW WORK so gut wie fertig habe, geht es auf zum nächsten Projekt, dessen Arbeitstitel lautet: Vereinbarkeit ist keine Illusion!

Auf die Idee dazu bin ich gekommen, weil sich in letzter Zeit Artikel, Bücher (u.a. Geht alles gar nicht, Die Alles ist möglich-Lüge) und Beiträge häufen, die den Versuch, Beruf und Familie zu vereinbaren, als gescheitert erklären. Und während ich vielem von dem, was da geschrieben steht, gar nicht widersprechen möchte, so ärgert mich doch die Herangehensweise an das Thema. Ich sehe nur, dass Probleme aufgeworfen werden. Lese was alles nicht geht. Höre, wer sich überfordert oder vernachlässigt fühlt. Was mir aber gänzlich fehlt sind Ideen, Lösungen und Vorschläge, wie es funktionieren kann! Denn eines ist bei aller berechtigten Kritik klar: Zurück in die stabilen Verhältnisse der alten Rollenbilder wollen und dürfen wir nicht!

Wie also, kommen wir weiter? Woher nehmen wir die Ideen, die wir brauchen, um ein glückliches Privatleben und ein erfülltes Berufsleben zu haben? Zunächst müssen wir uns klar machen, dass die Lösung nicht perfekt sein wird. Perfekt gibt es in diesem Fall nicht und muss es auch gar nicht geben. Keiner schafft es, ein Leben lang immer und in allen Bereichen 100% zu geben. Und keiner muss das tun. Es reicht völlig aus, wenn jeder von uns einen Weg findet, der nur ihn oder sie allein zufriedenstellt.

Was wir brauchen, ist eine Diskussion. Mehr Miteinander und weniger Gegeneinander. Und damit meine ich nicht nur die gesellschaftliche Debatte, sondern auch viele direkte Gespräche. Zwischen Männern und Frauen, sowohl im Beruf, als auch im Privaten. Wir brauchen Verhandlungen. Paare müssen verhandeln, wie sie was zu welchem Zeitpunkt lösen. Mitarbeiter müssen mit ihren Vorgesetzten verhandeln, wie sie sich trotz Familienaufgaben weiterhin fürs Unternehmen engagieren können und das auch dürfen.

Allen wären geholfen, wenn wir einen etwas weiteren Blick auf das Thema werfen würden. Nicht immer nur auf das hier und jetzt, sondern auch entlang unseres Lebens- und Berufsverlaufs. Kann wirklich nur Karriere machen, wer im Job zu jedem Zeitpunkt immer vollen Einsatz bringt? Wer kontinuierlich Position um Position, Eben um Ebene erklimmt? Oder kann man auch mal einen Gang zurückschalten, um dann wieder neu durchzustarten? Und muss in einer Beziehung wirklich auf Dauer festgelegt werden, wer eher fürs Geldverdienen zuständig ist und wer für die Familie? Warum können sich Partner nicht auch mal abwechseln? So dass jeder mal zum Zug kommt, aber auch mal zurücksteckt?

Weitblick ist gefragt, sowohl im Beruf, als auch im Privatleben. Damit wir später zurückblickend sagen können: „Wir haben alles gehabt. Aber alles, zu seiner Zeit.“

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