Mein Beitrag zur Bild- und Blogparade #KidsAtWork

Ich persönlich habe mir immer gewünscht, dass mein Kind eine Ergänzung in meinem Leben darstellt und dabei mein Leben so gut es eben geht mit leben kann. Manche meiner Freundinnen sehen das anders. Beides hat seine Berechtigung. Was für mich funktioniert, muss ich aber selbst definieren. Deshalb habe ich auch von Anfang an versucht, meinen Sohn William so oft es geht dabei zu haben. Das erste Mal war er gerade zwei Wochen alt. Ich hatte einen Kundentermin in einer anderen Stadt und habe ihn und meinen Partner dorthin mitgenommen. Während ich im Termin war, sind die beiden im Park nebendran spazieren gegangen. Anschließend wurde William im Kofferraum gewickelt. So banal sich das anhört, es war ein tolles Erlebnis für uns als Familie und ich werde es ihm bestimmt sein ganzes Leben lang erzählen. Aber viele haben mich damals schlichtweg für verrückt erklärt. Für egoistisch. Oder mir vorgeworfen, ich würde damit Druck auf andere Mütter erzeugen. So ein Quatsch! Es war zu diesem Zeitpunkt die für mich beste Entscheidung, da ich zum einen meinen Kunden nicht verlieren wollte und zum anderen meine Familie in meiner Nähe haben wollte.

Solange er da drinnen war, wars natürlich noch etwas einfacher...

Solange er da drinnen war, wars natürlich noch etwas einfacher…

Mittlerweile ist William zwei Jahre alt. Er hat mich schon auf viele Termine begleitet – mal mit seinem Vater, mal mit der Oma oder dem Opa. Und neulich sogar zum ersten Mal alleine. Auf einer Konferenz in Berlin wurde Kinderbetreuung angeboten und so haben wir die Gelegenheit genutzt, gemeinsam auf Dienstreise zu gehen. Sonntags sind wir hingeflogen, haben einen halben Tag Sightseeing gemacht, uns angeschaut von wo aus wir regiert werden, sind auf der Spree Boot gefahren und haben abends Spaghetti gegessen. Am nächsten Tag sind wir früh gemeinsam auf die Konferenz gegangen und dort haben sich unsere Wege getrennt: William hat einen Tag mit den Betreuern des Musikspielplatzes verbracht, wo er der jüngste war und ich habe mir Vorträge angehört, Kundengespräche geführt und Kollegen getroffen. Mittags haben wir zusammen gegessen und anschließen eine Runde durch den Tiergarten gedreht, zum Einschlafen. Dann durfte er im Kinderwagen auf dem Spielplatz stehen, wo die anderen Kinder gespielt haben. Anschließen sind wir noch zusammen auf den Sektempfang gegangen, worüber sich (fast) alle Anwesenden gefreut haben.

William und ich beim Sektempfang auf einer Dachterrasse in Berlin

William und ich beim Sektempfang auf einer Dachterrasse in Berlin

Falls sich jetzt einige fragen, ob das nur für uns Mütter funktioniert, kann ich verneinen. Auch mein Partner, der Architekt ist, hat William schon oft mit auf Baustellen oder zu Terminen genommen.

„Es geht!“ lautet unser Lebensmotto und mein nächstes Buchprojekt. Denn ich bin überzeugt, dass wir beides haben können, einen Beruf, der uns Spaß macht und erfüllt und ein intensives Familienleben. Nicht immer, das ist auch klar. Aber wenn wir uns trauen, wenn wir einfach mal machen und nicht zu lange drüber nachdenken, was alles nicht gehen könnte, dann ist so viel möglich. Zumindest ist das meine Herangehensweise.

Heute konkurrieren wir im Büro um die Arbeitsgeräte.

Heute konkurrieren wir im Büro um die Arbeitsgeräte.

Ein Gedanke zu “Mein Beitrag zur Bild- und Blogparade #KidsAtWork

  1. Melanie schreibt:

    Liebe Isabelle,

    ein schöner Beitrag! Es ermutigt, dass es gehen kann und nun auch mehr und mehr gezeigt wird. Wir sind als 4-köpfige Familie nach Belgien gezogen, weil wir es nicht in Deutschland geschafft haben unser Leben zu leben.
    Woram genau dreht sich dein Buchprojekt?

    Gefällt 1 Person

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