Teil 3: Schöne neue Arbeitswelt – Ist es für New Work noch zu früh?

„Wir stecken längst mittendrin“

Alle reden darüber – aber ist es wirklich schon so weit? Wenn mich Leute fragen, was denn mein Thema sei und ich antworte „die neue Arbeitswelt“ dann kommt manchmal die Reaktion: „Ja, ganz spannend aber es dauert doch noch eine ganze Weile, bis das alles bei uns ankommt.“ Von wegen! Im dritten Teil meines Beitrags 10 Fragen – 10 Antworten erkläre ich, warum ich davon überzeugt bin, dass wir bereits mitten drin stecken.

Ich merke noch gar nichts von der neuen Arbeitswelt. Ist es vielleicht einfach noch zu früh?

Im Gegenteil.

Es ist unglaublich, was bereits alles um uns herum passiert, ohne dass wir es bewusst mitbekommen.

Welche Entscheidungen getroffen werden, die unser aller Arbeitsleben radikal verändern werden, ohne dass wir auch nur das Geringste davon ahnen. Einige Möglichkeiten habe ich auch erst durch die intensive Beschäftigung mit ihnen richtig verstanden und ich war immer wieder verblüfft, was es alles an neuen Ideen und Maßnahmen für uns gibt. Ich bin froh darüber und fühle mich nun selbst für die Zukunft der Arbeitswelt besser gerüstet. Dieses Wissen, das Neugier schafft und eine Vorstellung von dem, was auf uns zukommt, möchte ich gerne mit den Lesern meines Buches teilen.

Gibt es in Zukunft überhaupt noch genug Arbeit für alle?

Ja, davon ist auszugehen. Zwar bescheinigt uns eine aktuelle Oxford-Studie, dass in zehn bis 20 Jahren 47 Prozent der heutigen beruflichen Tätigkeiten voll automatisiert erledigt werden können. Doch das heißt nicht, dass dies auch der Fall sein muss, denn was technisch möglich ist, macht in der Praxis nicht immer Sinn oder rechnet sich auch betriebswirtschaftlich. Maschinen hin oder her, den Bedarf an Fachkräften werden sie nicht decken können, insbesondere im Dienstleistungssektor.

Das Arbeitszeitpensum wird Prognosen zufolge eher zu- als abnehmen; so müssen im Jahr 2030 13 Milliarden Arbeitsstunden geleistet werden, im Vergleich zu den 11 Milliarden geleisteten Stunden im Jahr 2010.

Der Untertitel des Buches NEW WORK lautet: „Wie wir morgen tun, was wir heute wollen“ Ist das nicht zu optimistisch?

Mehr Flexibilität, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung am Arbeitsplatz werden mit Sicherheit dazu beitragen, dass wir mehr denn je die Möglichkeit bekommen, uns unsere Arbeitswelt so zu gestalten, wie sie unseren Bedürfnissen am ehesten entspricht.

Nicht alle Menschen sehen in diesen neuen Freiheiten nur Positives – sie sind zweifellos mit Unsicherheit und Ängsten verbunden. Wie auch immer wir persönlich den Veränderungen um uns herum gegenüberstehen – wir werden sie weder aufhalten noch rückgängig machen können. Vielmehr sollten wir uns dessen bewusst sein, dass wir den Wandel nicht hilflos über uns ergehen lassen müssen, sondern dass wir ihn nach unseren Bedingungen mitgestalten, ja vielleicht sogar in unserem Sinne an unsere persönliche Situation anpassen können. Je mehr wir darüber wissen, desto eher sind wir in der Lage, dies auch zu tun.

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