Was hat New Work eigentlich mit Urlaub zu tun?

Sind Sie schon wieder zurück…

…oder fahren Sie noch in den Urlaub?

Egal ob Sie schon alles hinter sich haben oder die schönste Auszeit des Jahres noch bevorsteht. So oder so ist es ein schöner Anlass, sich im Rahmen von New Work auch einmal über den Urlaub auszutauschen.

Ich bin in diesem Jahr nicht weggefahren, da ich beruflich schon sehr viel unterwegs war und mich deshalb für eine „Stay-cation“ – also Urlaub daheim – entschieden habe. Was nicht heißt, dass ich mir nichts vorgenommen habe. Ich war durchaus aktiv, am liebsten mit meiner neuesten Errungenschaft, einem E-Bike und unserem Sohn hintendran.

Zum Thema Urlaub gibt es übrigens viel Interessantes zu erfahren, gerade auch im Rahmen von New Work und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zunächst einmal: Urlaub ist wichtig. Studien zeigen, dass Menschen, die jahrelang nicht in den Urlaub fahren, ein erhöhtes Risiko haben zu erkranken. Eine Fernreise ist für den Erholungseffekt allerdings nicht nötig, es genügt auch eine Reise im eigenen Land. Auch interessant: Der Erholungseffekt hält nicht länger an, je länger man in den Urlaub fährt. Viele Forscher empfehlen daher mehrere kurze Auszeiten als eine lange.

Dazu noch ein paar Daten, Zahlen und Fakten:

Zahlen, Daten, Fakten zum Thema Urlaub

Und obwohl der Urlaub immer zu kurz ist und die Arbeit zu früh wieder beginnt, jammern wir Deutschen auf hohem Niveau. Mit durchschnittlich 30 Urlaubstagen und elf Feiertagen liegen wir zusammen mit Frankreich an der europäischen Spitze, was die freie Zeit angeht. Die Slowakei liegt mit 40 freien Tagen (25 Urlaubs- und 15 Feiertage) knapp dahinter, ebenso wie Dänemark mit 39 (30/9) und Österreich mit 37 (25/12) Tagen.

Kommunikation ist wichtig: Out Of Office

Obwohl mein Schreibtisch im Home-Office immer sichtbar und erreichbar war, habe ich mich zwei Wochen lang tatsächlich von ihm ferngehalten. Wichtig ist dafür, besonders wenn man nicht wirklich weg ist, die richtige Kommunikation nach außen. Meine Geschäftspartner und Kunden müssen wissen, dass ich nicht erreichbar bin, egal ob ich im Garten liege oder am Strand von Hawaii. Dabei hilft die richtige Abwesenheitsnotiz. Meine ist da eher langweiliger Standard, aber es gibt durchaus kreative Ideen (auch wenn ich persönlich ehrlich gesagt nicht alle lustig finde).

„Guten Tag,
hier spricht der E-Mail-Account meines Besitzers. Er ist derzeit nicht erreichbar, weil er sich von mir erholen muss. Ich habe ihm in letzter Zeit aber auch wirklich viel zugemutet. Natürlich werde ich ihm nach seiner Rückkehr am [Datum] schonend mitteilen, dass er sich bei Ihnen melden soll. Bis dahin verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen“

„Hallo,
ich würde Ihnen ja gerne auf Ihre E-Mail antworten. Doch leider herrscht in meinem Ferienresort absolutes Smartphone- und Laptop-Verbot. Dieses Verbot werde ich selbstverständlich bis zu meiner Rückreise am [Datum] respektieren. Daher bitte ich auch Sie um Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen“

„Hallo,
bitte wundern Sie sich nicht, wenn Sie bis zum [Datum] nichts von mir lesen oder hören. In meinem Urlaub bin ich nicht einmal für meine Eltern erreichbar.
Viele Grüße“

Wie bei so vielem finde ich englische Out of Office Emails irgendwie kreativer und lustiger als deutsche, zumindest diese hier:

„Hi there, I’m out on an internet-free trip. I will be back on dd/mm. Until then.“

„I will be out of the office and returning next week. I have incredibly easy access to a phone and email, but I assure you, it will not be used for work purposes.“

„I’m out of the office from 11/11 to 11/17, and I will not be checking email. It’s likely your note will be swallowed in a sea of inbox banality, never to be seen again. if you require a response, please resend your email after 11/18. For urgent editorial issues, please contact the channel or features editor responsible for that content. If you are Barack Obama, text me bro. We need to talk.“

Gut finde ich übrigens noch den Tipp eines Burnout-Experten. Er rät, nicht ab Tag eins direkt wieder Vollgas zu geben, sondern am ersten Arbeitstag den Abwesenheitsassistenten noch eingeschaltet zu lassen. Das gibt Zeit, alles abzuarbeiten, was sich aufgestaut hat, ohne gleich wieder unter Zugzwang zu geraten.

Wie halten Sie es mit dem Urlaub? Brauchen Sie viel Abstand zum Alltag oder eher nicht? Sind Sie gar nicht erreichbar, jederzeit oder nur in Notfällen? Wie immer freue ich mich über Kommentare und Anregungen.

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