Ist New Work das New Normal?

In diesem Beitrag teile ich meine Gedanken zum Thema „New Normal“ und was dies in Bezug auf New Work bedeutet.

„Manche Menschen können den Regen spüren.
Andere werden nur nass.“
— Bob Marley–

Viele, die geglaubt haben, wir hätten das Schlimmste hinter uns gelassen, werden in diesen Tagen eines Besseren belehrt. Steigenden Fallzahlen, Inzidenzwerte und Kontaktbeschränkungen halten uns eines deutlich vor Augen – wir müssen uns auf einen Winter einstellen, den wir so noch nie erlebt haben.

Ich gebe zu, es fällt schwer, dabei die Zuversicht zu behalten. Das Gute darin zu sehen. Und uns zu motivieren darüber nachzudenken, wie wir das Beste daraus machen können.

Aber: Uns wird nichts anders übrig bleiben als uns mit dem „New Normal“ zu arrangieren. Wenn uns die letzten Monate eines gezeigt haben, dann das: Wir können uns ärgern, aufregen und auch protestieren. Nutzen wird es uns am Ende wenig. Wir müssen uns vielmehr arrangieren. Mit der Situation. Am besten jetzt.

Das Positive am New Normal

Fangen wir doch zunächst einmal an mit einem Blick zurück. Da merken wir schnell, dass – zumindest in der Arbeitswelt – einige ziemlich tolle Dinge passiert sind. Mir kommt es fast so vor, als hätte ich eine Zeitreise gemacht, in der die Digitalisierung auch vor verkrusteten Strukturen und Blockaden in den Köpfen keinen Halt mehr gemacht hat. In der Flexibilität und Mobilität zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Eine Selbstverständlichkeit, die viele schon lange herbeigesehnt und die meisten nun schnell zu schätzen gelernt haben.

„New Work im Reagenzglas“ ist das Bild, das sich in meinem Kopf festgesetzt hat. Quasi unter beschleunigten Laborbedingungen, in denen (gute) Keime schnell wachsen und sich ausbreiten konnten. Unterm Mikroskop betrachtet fällt auf, dass dieser Prozess zum New Normal in drei Phasen vonstatten ging:

Die drei Phasen der Corona-zeit:

Reagieren – Arrangieren – Neu denken

Am Anfang ging alles ganz schnell und oft auch sehr unkonventionell. So werde ich den Anblick, wie meine Nachbarin zwei Wäschekörbe voller Akten, ihren PC und Bildschirm aus dem Auto ausgeladen hat, nicht so schnell vergessen. Er ist das Sinnbild von dem, was in diesen ersten Wochen geschah: Wir mussten reagieren.

Und siehe da – das Arbeitsleben ging weiter. Vielleicht hier und da etwas holprig, aber unterm Strich nur mit relativ geringen – oder gar keinen – Produktivitätsverlusten. Schneller als gedacht hatten sich die meisten in dieser neuen Normalität zurechtgefunden, sich arrangiert und sie sogar schätzen gelernt. Mittlerweile zeigen erste Untersuchungen: Sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit als auch die Produktivität sind im Home-Office nicht den Bach runter gegangen. Nein, sie sind sogar gestiegen.

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Es wird nun Zeit für Phase drei: Neu denken

Wie soll es weitergehen? Allen Kontaktbeschränkungen zum Trotz werden die Rufe immer lauter: „Wir müssen wieder zur Normalität!“.

Aber was ist das? Zurück in die alte Normalität, mit festen Strukturen, Arbeitsplätzen und Anwesenheitszwang? Oder die Schaffung einer neuen Normalität? Wie kann dieses „New Normal“ aussehen? Radikal, ohne Zeit- und Ortsvorgaben für alle? Mutig, in dem man Dinge ausprobiert, sie laufen lässt und genau beobachtet, was daraus entstehen kann?

Hier scheint sich eine Kluft aufzutun, zwischen denjenigen, die nun die Zügel wieder straff in die Hand nehmen wollen und den anderen, die neue Freiheiten kennen und lieben gelernt haben. Freiheiten, die weit über Home-Office und flexible Arbeitszeiten hinausgehen.

Freigaben auf dem kleinen Dienstweg, größere Entscheidungsbefugnisse, Quick-and-dirty-Lösungen statt großer Konzepte und langer Abstimmungen – all das war in der Krise nötig und damit möglich geworden. Viele sind über sich hinausgewachsen, haben Dinge ausprobiert und zum Erfolg geführt, die sie noch vor ein paar Wochen für völlig unmöglich gehalten hätten. Sie haben sich selbst und auch gegenseitig überrascht und gezeigt, dass sie zu echtem Wandel fähig sind und sich sogar dafür begeistern können.

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New Work ist das New Normal in der Gegenwart

New Work ist keine Zukunftsmusik mehr, kein Nischenthema, für ein paar verrückte Freigeister. New Work ist in der Mitte der Arbeitswelt angekommen. New Work ist zum New Normal geworden. Nutzen wir die Chance, diese neue Normalität in unserem Sinne mitzugestalten. Damit wir – ganz im Sinne von Bob Marley – in diesen Zeiten nicht einfach nur nass werden, sondern den Regen spüren. Tropfen für Tropfen.

Um zu erfahren, wie ich Sie auf dem Weg zum „New Normal“ begleiten kann, melden Sie sich gern bei mir.

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